„Ungarisches Weihnachten“
Obwohl Weihnachten schon vergangen ist, möchte ich hier einen schönen Advent-Erlebnis mitteilen:
In Regensburg, wo ich als Lektorin für Ungarisch arbeite (hier kann man mehr über das Programm lesen), bemühe ich mich, dass ich meinen Studenten auch außerhalb vom Unterricht viel über die ungarische Kultur vermittle. Deshalb habe ich vor Weihnachten an der Universität ein kleines „ungarisches Weihnachten“ veranstaltet. Und wie konnte dieser Feier richtig Ungarisch sein? Natürlich durften die ungarischen Weihnachtslieder, Szaloncukor und Lebkuchen nicht fehlen! Wer Szaloncukor nicht kennt: das ist eine Schokolade im schönen, weihnachtlichen Papier verpackt, womit die Ungaren gerne den Weihnachtsbaum schmücken. Aber um Szaloncukor zu bekommen, musste man etwas auch tun. Jeder sollte nähmlich einen ungarischen Zungenbrecher dreimal laut vorlesen, erst danach durfte Szaloncukor gegessen werden. Ich denke, dass der meistbeliebte Zungerbrecher Folgender war:
„E tettetett tettet te tetted, te tettetett tettes.“
Also dieser Satz konnte nicht ohne Lachen gesagt werden…
Aber auch die schöne ungarische Tradition vom Verteilen eines Apfels (hier mehrere) zwischen denen die beim Tisch sitzen (in dem Falle stehen) war ein Muss gehalten zu werden! Bei dieser Tradition finde ich die Bedeutung besonders schön: die, die vom Apfel essen, werden zusammenbleiben in Frieden und Gesundheit.
Die Mädels kochten auch Luca-Knödel. Diese Knödel sollte man eigentlich am Tag von Luca (13. Dezember) kochen. In jedem Knödel ist ein Zettel mit einem Männername. Welcher Knödel als erster hoch kommt beim Kochen, der beinhaltet den Namen des zukünftigen Mannes.
Hier einige Bilder vom ungarischen Weihnachten:
- nyelvtörő 1.
- nyelvtörő 2.
- nyelvtörő 3.: „E tettetett tettet te tetted, te tettetett tettes..“
- Mi van a Luca-gombócban? 2.
- alma






